Im Auftrag der Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach GmbH konnten wir das Mikroklima des Salinentals umfassend untersuchen. Durch Messkampagnen vor Ort und eine detaillierte Analyse der lokalen Strukturen mittels 3D-Stadtklimamodell konnten wir präzise Aussagen zur Wirkung der Gradierwerke und zu den thermischen Verhältnissen im Tal treffen.

✔️ Gradierwerke entfalten eine deutliche mikroklimatische Wirkung

Unsere Messungen zeigen klar:

  • Lokale Abkühlung der Luft um bis zu –8,7 °C in unmittelbarer Nähe der Gradierwerke
  • Erhöhte Luftfeuchte in der Talachse, die sich über mehrere hundert Meter ausbreitet
  • Erhalt des Frischluftkorridors: Die Baukörper erzeugen keine Barriere, sondern lediglich moderate lokale Strömungsmodifikationen

Diese Ergebnisse bestätigen die hohe Relevanz der Gradierwerke für das thermische Mikroklima – und ihre Bedeutung als natürlich wirkende Kühlstruktur im urbanen Kontext.

Einordnung: Was bedeutet das für heiße Sommertage?

Eine Kombination aus:

  • intelligenter Bewässerungssteuerung,
  • zunehmender Verschattung durch Bäume oder leichte Strukturen, und
  • der bestehenden Verdunstungsleistung der Gradierwerke

kann die thermische Belastung im Salinental spürbar reduzieren. Das erhöht sowohl die Aufenthaltsqualität als auch das gesundheitliche Wohlbefinden der Besucher*innen – besonders an Tagen mit Hitzewellen.

Wir bedanken uns herzlich bei der Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach GmbH für das Vertrauen und die konstruktive Zusammenarbeit während des gesamten Projekts.

Der ausführliche Abschlussbericht zur Klimaanalyse wird in Kürze veröffentlicht und steht dann öffentlich zur Verfügung.